Durch künstliche Befruchtung zum Kind


Künstliche Befruchtung oder assistierte Reproduktion ist der medizinische Eingriff zur Herbeiführung einer Schwangerschaft. Wenn eine Schwangerschaft auf natürlichem Weg nicht möglich ist, kann in vielen Fällen die Natur “ausgetrickst” werden, indem die Befruchtungsvorgänge in ein Labor verlagert werden. Die Methode verlangt den Betroffenen aber Geduld und Einsatz ab.

Bei einer künstlichen Befruchtung erfolgt die Befruchtung der Eizelle mit Sperma auf künstlichem Weg. Das erforderliche Sperma wird durch Masturbation (Partner oder Samenspende) oder (bei funktioneller Impotenz) durch Entnahme aus dem Hoden gewonnen.

Es gibt verschiedene Methoden der künstlichen Befruchtung:

In-Vitro-Fertilisation (IVF) :

Die Alltagssprache benutzt für die In-Vitro-Fertilisation, kurz IVF, häufig den Begriff „künstliche Befruchtung“. Die In-Vitro-Fertilisation ist eine umfassende Methode. Neben einer Hormonbehandlung gehören auch medizinische Eingriffe zur Therapie.

Mikroinjizierung ist eine zusätzliche Methode zur künstlichen Befruchtung durch In-Vitro-Fertilisation (IVF)

Intrazytoplasmatische  Spermieninjektion ( ICSI) :

Vereinfacht auch Mikroinjektion genannt. Spermien minderer Beweglichkeit werden in die Eizelle injiziert.

Intrauterine Insemination (IUI):

Sperma wird während der fruchtbaren Tage der Frau bis in ihre Gebärmutter eingebracht.

Sowohl Sperma als auch Eizellen können bis zur Herbeiführung einer künstlichen Befruchtung bei Kühlung auf 77 K (Flüssigstickstoff) bevorratet werden.

Homologe Insemination

Als homologe Insemination wird die Befruchtung mit den Spermien des Ehepartners oder Partners einer festgefügten Partnerschaft bezeichnet. Sie ist in den meisten Staaten, wie Deutschland, Österreich und Italien, Türkei  usw.  zugelassen.

Privat und hier insbesondere von lesbischen Frauen wird die Bechermethode angewandt, bei der gespendetes Sperma in die Vagina gebracht wird.

Das Für und Wider abwägen

Bei bestimmten Fruchtbarkeitsstörungen und wenn alle anderen Methoden nicht zu einer Schwangerschaft führten, bietet die In-Vitro-Fertilisation (IVF)eine Chance, doch noch ein eigenes Kind zu bekommen. Man versteht darunter die Befruchtung außerhalb des Körpers im Laborglas (in vitro = im Glas). Aber eine solche Behandlung ist sehr aufwändig und kann für die Paare, insbesondere die Frau, zu einer großen körperlichen und seelischen Belastung führen. Und es gibt keine Garantie für einen Erfolg. Deshalb ist es wichtig, sich möglichst schon vor einer Behandlung damit zu beschäftigen, wo die eigenen Grenzen liegen: Wie viel wollen wir uns zumuten? Wollen wir wirklich alles ausschöpfen, was medizinisch machbar ist? Was machen wir, wenn es nicht klappt? Auch ganz praktische Dinge müssen überlegt werden, denn IVF-Behandlungen kosten Zeit und Geld. Wenn sich bei einem der Partner Angst oder Unbehagen angesichts einer Sterilitätsbehandlung einstellen, muss man diese Gefühle ernst nehmen. Psyche und Partnerschaft spielen bei der Kinderwunschbehandlung eine sehr wichtige Rolle.

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Quelle: Familienplanung.de ist ein Informationsangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

1 Kommentar

  1. Ute L. sagt:

    Hallo Med-Travel,
    vielen lieben Dank für alles! Ein liebes Dankeschön besonders an das Krankenhaus-Team, vor allem Prof.Dr.Camlibel für die hervorragende Arbeit die er geleistet hat, und auch liebe Grüße von meinem Mann?
    Beste Grüße, Ute L.( Deutschland)